Gewaltfreie lösungsfokussierte Kommunikation - Ausbildung | Basel Gewaltfreie lösungsfokussierte Kommunikation - Ausbildung | Basel

Gewaltfreie lösungsfokussierte Kommunikation - Ausbildung | Basel

Die Welt des Glücklichen ist eine andere als die des Unglücklichen. (Wittgenstein)

Weiterbildung zur Entwicklung der Fähigkeiten gewaltfreier Kommunikation und einer nicht-gewaltsamen, lösungs- und ressourcenorientierten Haltung zur Erzeugung kooperativer Kommunikation in Beziehung, Familie, Beruf und Öffentlichkeit.
14 Tage (2 Module à 3 Tage, 4 Module à 2 Tage).

Ort: Basel

Flyer Ausbildung Gewaltfreie Lösungsfokussierte Kommunikation 2018-2019 

 

Termine

Ausbildung Nr. 9 2018/2019

Modul 1 (Basismodul A)

Do-Sa 29. November - 1. Dezember 2018 | 9-17 Uhr, 9-17 Uhr, 9-16 Uhr

Modul 2 (Basismodul B)

Di-Do 22.-24. Januar 2019 | 9-17 Uhr

Modul 3 (Praxismodul 1)

Mo-Di 25.-26. Februar 2019 | 9-17 Uhr

Modul 4 (Praxismodul 2)

Do-Fr 28.-29. März 2019 | 9-17 Uhr

Modul 5 (Praxismodul 3)
Mo-Di 29.-30. April 2019 | 9-17 Uhr  

Modul 6 (Praxismodul 4)
Mo-Di 27.-28 Mai 2019 | 9-17 Uhr

 

Anmeldung Information Investition

Anmeldung
Hier melden Sie sich für die Fortbildung an. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bzw. der Bezahlung des Fortbildungspreises berücksichtigt.
Information
Hier bitten Sie um telefonische Kontaktaufnahme
Investition
Preis der Fortbildung inkl. Unterlagen und Pausenverpflegung

CHF 6'440.-- 

 

Leitung

Dr. iur. Marco Ronzani
Advokat, Coach/Supervisor/Organisationsberater BSO, Mediator SAV/SDM

Lehrbeauftragter für Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung an der juristischen Fakultät der Universität Basel

Marco Ronzani hat gewaltfreie Kommunikation bei Marshall Rosenberg selbst gelernt und trainiert. Er hat die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation als vier menschliche Grundfähigkeiten erkannt, um Verbundenheit und Kooperation zu erzeugen:

  • Fähigkeit zu vorurteilesfreiem Wahrnehmen von Tatsachen und Herstellung einer gemeinsamen Tatsachenwelt (nicht-verurteilendes Beobachten)
  • Fähigkeit Gefühle nicht-verurteilend wahrzunehmen und auszudrücken (kommunikative Empathiefähikgeit)
  • Fähigkeit (Grund)Bedürfnisse zu erkennen und zu respektieren
  • Fähigkeit Lösungen zur Befriedigung von (widersprüchlichen) Bedürfnissen zu (er)finden und Vorschläge für Lösungsschritte zu machen

Er hat die gewaltfreie Kommunikation Rosenbergs mit der Lösungsfokussierung der Schule von Milwaukee (Steve de Shazer, Insoo Kim Berg u.a.) verbunden und eine einfache und leichte ressourcenorientierte Form nicht-gewaltsamer Kommunikation entwickelt.  

 

Worum geht es bei dieser Ausbildung?

Erzeugung und Regenerierung von Kooperation

Wie schaffen Sie es, Verbindung zu anderen herzustellen und Kooperation zu erzeugen, auch in schwierigen Situationen?

Wie machen Sie es, dass Ihr Gegenüber zu Ihrem wohlwollenden Gesprächspartner wird?

Wie überzeugen Sie Ihr Gegenüber, dass Ihnen nicht nur Ihre eigenen Bedürfnisse wichtig sind, sondern auch die Ihres Gesprächspartners und dass Sie eine für Beide befriedigende Lösung anstreben?

Wie schaffen Sie es, dass Sie von anderen gehört und verstanden werden, sodass auch auf Ihre Bedürfnisse, Ziele und Wünsche eingegangen wird?

Wie bekommen Sie es hin, Ihre Emotionen in schwierigen Situationen so zu regulieren, dass Sie Anderen weiter empathisch zuhören und ihre Bedürfnisse, Ziele und Wünsche erkennen und ernst nehmen können?

 

Für wen ist diese Fortbildung?

Sie tragen erhöhte Verantwortung für die eigene Entwicklung und die Anderer, sei es in privaten, beruflichen oder sozialen Beziehungen. 

Sie haben eine Führungsposition als Unternehmer, Verwaltungsrat, CEO oder Geschäftsführer, als Manager, Projekt- oder Teamleiter, als Politiker oder als Wissenschaftler, Ausbildner, Lehrperson, ErzieherIn.

Sie arbeiten in einem beratenden oder helfenden Beruf, als TherapeutIn, Coach, SupervisorIn, TrainerIn, Organisations- oder UnternehmensberaterIn, RechtsanwältIn, MediatorIn oder Sie sind in einem sozialen Beruf tätig.

Sie haben Erziehungsaufgaben, sei es beruflich oder in der Familie.
Sie sind auf Kooperation Anderer angewiesen für die wirksame und effiziente Entwicklung von Lösungen, sei es in Beruf, Familie oder der Öffentlichkeit.

Sie wollen Ihre Fähigkeiten zur Erzeugung von Kooperation erweitern und vertiefen auch mit sog. schwierigen Personen und Gruppen. 
Sie wollen in der Kommunikation messbar effizienter und wahrnehmbar wirksamer werden.

 

Was bringt die Fortbildung?

  • Sie können – auch in anspruchsvollen und schwierigen Situationen - Verbundenheit und Kooperation erzeugen und regenerieren und beherrschen dafür nützliche, effiziente Verfahren.
  • Sie wenden situativ und spontan die effizienten und wirksamen Verfahren der gewaltfreien lösungsfokussierten Kommunikation zur Erzeugung und Regenerierung von Verbundenheit und Kooperation an – insbesondere in anspruchsvollen Situationen.
  • Sie haben Ihre Fähigkeit zur vorurteilslosen Beobachtung gestärkt und nutzen den Unterschied zwischen beurteilenden und vorurteilslosen Beschreibungen von Tatsachen und ihre Wirkungen.
  • Sie haben Ihre Fähigkeit gestärkt, Gefühle authentisch auszudrücken und bei Anderen wahrzunehmen. Sie nutzen den Unterschied zwischen authentischem Gefühlsausdruck und beurteilenden Gefühlsumschreibungen und ihre Wirkungen.
  • Sie haben Ihre Fähigkeit gestärkt, die hinter Gefühlen, Positionen und Wünschen liegenden (Grund)Bedürfnisse bei sich und bei Anderen zu erkennen. Sie nutzen den Unterschied zwischen Formulierungen von (Grund)Bedürfnissen und individuellen Strategiebeschreibungen und ihre Wirkungen.
  • Sie haben Ihre Fähigkeit gestärkt, kleine Entwicklungsschritte in Richtung einer gemeinsamen Lösung, welche die (Grund)Bedürfnisse beider oder aller Beteiligten erfüllen, als Vorschläge, Ideen oder Einladungen zu entwickeln und zu formulieren: Sie nutzen den Unterschied zwischen Wünschen, die als Bitten oder Forderungen formuliert sind und ihre Wirkungen.
  • Sie haben Strategien und Methoden zur Regulierung von Emotionen bei sich selbst und bei Anderen entwickelt und wenden sie bei Bedarf schnell an. Sie sind in der Lage, mit ungünstigen Emotionen wie Ärger, Schuld, Scham und Depression bei sich oder Anderen so umzugehen, dass sie sich schnell auflösen oder sich in der Kommunikation nicht störend auswirken. Sie sind in der Lage, Vorwürfe zu überhören und die dahinter liegenden Botschaften zu entziffern.
  • Sie entwickeln eine gewaltlosere (Lebens-)Haltung und Einstellung

 

 

Wie ist die Fortbildung strukturiert und was sind die Inhalte?

1. Basismodul | 3 Tage
Echt und Verbunden
• Nicht gewaltsame Kommunikation.
• Wahrnehmungs-Training: Vorurteilsfreies Beobachten, Schildern und Zuhören
• Empathie-Training: körperliche Wahrnehmung der eigenen Gefühlswelt und derjenigen anderer
• Bedürfnis-Training: Wahrnehmung und Identifizierung der eigenen Bedürfnisse und derjenigen anderer
• Strategie-Training: Entwicklung vielfältiger Strategien und konkreter Schritte zur Befriedigung von Bedürfnissen (von eigenen und von fremden)
• Kommunikationstraining: sich nicht-gewaltsam ausdrücken und andere verstehen

2. Basismodul | 3 Tage
Optimismus und Fortschritt

• Lösungsfokussierte Gesprächsführung.
• Lösungsfokussierung der Schule von Milwaukee, Lösungen konstruieren, Ressourcenorientierung und Wertschätzung, Training in lösungsfokussierter Gesprächsführung, Praxis der lösungsfokussierten nicht-gewaltsamen Kommunikation.

1. Praxismodul | 2 Tage
Ich mit mir
• Beziehung zu sich selbst
• Eigene Ressourcen und Helfer, Vision und Ziele, Entwicklung und Prozess, mich wertschätzend ausdrücken, den eigenen Fokus wechseln können, GLK Schritt für Schritt, Dilemmata und innere Konflikte, Selbstcoaching

2. Praxismodul | 2 Tage 

Das Private

• Freundschaft, Partnerschaft, Ehe, Familie
• Freundschaften entwickeln, Paarbeziehungen, Entwicklung und Erfüllung, Konflikte lösen und Mediation, Was anstatt bestrafen und belohnen?, Schützender Einsatz von Gewalt, Kinder und Jugendliche ins Leben bringen, Generationen verbinden.

3. Praxismodul | 2 Tage
Das Berufliche

• Berufliche Beziehungen: Kollegen, Team, Führung
• Kooperation, Zusammenarbeit in Gruppen und Team, Führen und Lehren (Manager, Coach, Leader, Lehrer), Beraten (Mentor, Coach, Berater), Verhandeln, Soziokratie und Entscheidungsfindung in Gruppen, Macht mit vs. Macht über, Konflikte lösen in Gruppen, Gewalt und Mobbing auflösen.

4. Praxismodul | 2 Tage

Das Öffentliche
• Nachbarschaft, soziale Gemeinschaft, Öffentlichkeit und Politik
• Meine Stellung in der Gesellschaft, mein Auftritt in der Öffentlichkeit, soziales Engagement, gesellschaftliche Entwicklung und politische Prozesse, Partizipation vs Taktik, restaurative Justice

 

Abschluss und Zertifikat

Absolventen erhalten ein Zertifikat des Istituto Marco Ronzani: "Gewaltfreie lösungsfokussierte Kommunikation für Professionals".
Die Fortbildung Gewaltfreie lösungsfokussierte Kommunikation ist Teil des Ausbildungs-Curriculums "Kooperative Kommunikation Professional"

Voraussetzungen

Beherrschen der deutschen Sprache.

Es wird der vorgängige Besuch des Einführungsseminars in gewaltfreie lösungsfokussierte Kommunikation empfohlen.

Die Verbindung von gewaltfreier Kommunikation und Lösungsfokussierung

Gewaltfreie Kommunikation: Erzeugung von Kooperation

Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) - englisch Non-Violent Communication (NVC) - ist ein Kommunikations-Konzept, das vom klinischen Psychologen und international tätigen Konfliktmoderator Marshall B. Rosenberg in den 1970iger und 1980iger Jahren entwickelt wurde.
Die GfK geht davon aus, dass es dem Grundanliegen eines jeden Menschen entspricht, zum Wohl der anderen beizutragen. Es soll Menschen in allen Lebensbereichen ermöglichen, so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zwischen ihnen verbessert wird.

Persönlichkeitsentwicklung und gewaltlose (Lebens-)Haltung und Einstellung

Gewaltfreie Kommunikation ist mehr als nur ein Kommunikations-Konzept oder eine Kommunikations-Methode. Sie versteht sich als ein tiefgreifender Prozess der Persönlichkeitsentwicklung, der zu einer umfassenderen Haltung der Verbundenheit führt – Verbundenheit mit sich selbst, mit Anderen und mit der Biosphäre.
Die GfK ist ein Prozess, der mich daran erinnert und mir bewusst macht, dass sowohl Ich als auch mein Du in jedem Moment eine Wahlmöglichkeit haben: nämlich mir und anderen entweder das Leben zu erschweren oder das Leben zu bereichern. Marshall B. Rosenberg

Gewaltfreie Kommunikation ist Ausdruck einer gewaltlosen (Lebens-)Haltung und Einstellung und umgekeht: Eine gewaltlose (Lebens-)Haltung und Einstellung zeigt sich in gewaltfreier Kommunikation.

Annahmen der gewaltfreien Kommunikation
• Menschen sind an Verbundenheit und Kooperation interessiert.
• Menschen brauchen Verständnis (emotionale und kognitive Empathie) und Wertschätzung.
• Menschen tun freiwillig etwas, um den anderen das Leben zu verschönern.
• Bedürfnisse sind die Motivation für unsere Handlungen.

• Gewalt und Agression sind Ausdruck nicht befriedigter Bedürfnisse - und fehlender Strategien zur Erfüllung der Bedürfnisse
• Hinter jeder "aggressiven" Aussage (oder Handlung) lässt sich das dahinter liegende Gefühl und (unerfüllte) Bedürfnis heraushören (empathisch zuhören).
Lösungsfokussierung: Kooperative Erzeugung von Lösungen
Lösungsfokussierung bedeutet, die Aufmerksamkeit systematisch auf das zu konzentrieren, was funktioniert und nicht auf das was nicht funktioniert. Sie geht davon aus, dass die für die Lösung notwendigen Kompetenzen und Ressourcen bei den betreffenden Personen bereits vorhanden sind und nur aktiviert zu werden brauchen. Sie vertraut darauf, dass Lösungen durch kleine Schritte, die in die erwünschte Richtung gehen, ausgelöst werden und die sich im konkreten sozialen Kontext funktionierenden Lösungen einen Weg bahnen.
Entwickelt wurde dieser Ansatz von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg zusammen mit einer Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen seit 1978 im Brief Family Therapy Center (BFTC) in Milwaukee. In Europa wurde darauf aufbauend der Ansatz unter anderem in Brügge vom Psychiater und Psychotherapeuten Luc Isebaert und seinen Kolleginnen und Kollegen für den psychiatrischen Bereich und von Louis Caufmann für den Bereich der Organisationsberatung weiterentwickelt.
Die wesentlichen Elemente der Lösungsfokussierung entstammen der Kommunikationstheorie, der Systemtheorie und Kybernetik zweiter Ordnung, dem radikalen Konstruktivismus sowie der Chaostheorie und Selbstorganisation. Die lösungsfokussierte Therapie als Grundlage aller Anwendungen der Lösungsfokussierung wurde stark geprägt durch die Hypnotherapie von Milton H. Erickson und die Sprachphilosopie des Österreichers Ludwig Wittgenstein. Der Prozess und die Wirksamkeit des lösungsfokussierten Ansatzes wird durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Forschungsergebnisse nachgewiesen und findet vor allem auch Bestätigung in der aktuellen Hirnforschung, insbesondere dem Konzept der Neuroplastizität: Diese besagt, dass das Gehirn seine Struktur und seine damit zusammenhängende Funktion laufend verändert, der gemachten Erfahrung anpasst. So besteht Lernen in der Verstärkung synaptischer Verbindungen zwischen Neuronen.
Das zentral und radikal "Neue" am "Lösungsfokussierten Ansatz" ist das Bekenntnis zur "Einfachheit": Um in komplexen Situationen und Systemen erfolgreich zu sein, ist es nicht immer hilfreich, sie modellieren und verstehen zu wollen - hilfreicher ist es oft, unvoreingenommen zu beobachten, was alles wie gewünscht funktioniert, um in kleinen Schritten mehr davon zu tun.
Annahmen der Lösungsfokussierung
• Repariere nicht, was nicht kaputt ist
• Wenn es funktioniert, tue mehr davon
• Wenn es nicht funktioniert, höre auf damit und tue etwas ander(e)s
• Kleine Schritte führen zu grossen Veränderungen
• Die Lösung ist nicht zwingend mit dem Problem verbunden
• Die Sprache für die Entwicklung von Lösungen ist eine andere als die für die Beschreibung von Problemen
• Kein Problem ist ständig da; es gibt immer Ausnahmen, die genutzt werden können
• Wir schaffen unsere Zukunft selbst und handeln sie zusammen aus

Persönlichkeitsentwicklung und lösungsfokussierte (Lebens-)haltung und Einstellung

Lösungsfokussierung kann als Paradigma verstanden werden, das sich vom herkömmlichen problemanalytischen Paradigma fundamental unterscheidet. Im lösungsfokussierten Paradigma beschäftigt man sich mit dem, was funktioniert, wie es funktioniert und welche Ressourcen und Kontexte nützlich sind, dass es funktioniert. Demgegenüber interessiert sich das problemanalytische Paradigma dafür, wie das Problem funktioniert, was die Ursachen und Teile des Problems sind und wie sich das Problem verändert, wenn ein Teil des Problems ersetzt wird. Die Lösungsfokussierung ist deswegen nicht problemphobisch. Probleme werden als wertvolle Auslöser genutzt für die Suche nach dem, was (noch) funktioniert (sog. Ausnahmen vom Problem), und für die Entwicklung "neuer" Lösungen, die sich dadurch auszeichnen, dass das Problem nicht (mehr) auftritt. Lösungsfokussierung als Paradigma kann zu einer (Lebens-) Haltung und Einstellung werden, die sich in einem primären Interesse für Lösungen und Ressourcen zeigt.

Verbindung von gewaltfreier Kommunikation mit Lösungsfokussierung 

Lösungsfokussierung als kooperative Erzeugung von Lösungen setzt Kooperation voraus. Kooperation ihrerseits setzt einen gewaltlosen Rahmen voraus. Kooperation kommt in gewaltfreier Kommunikation zum Ausdruck und kann dadurch erzeugt und regeneriert werden. Lösungsfokussierung ohne Gewaltlosigkeit mangelt es an Kooperation. Gewaltfreie Kommunikation ohne Lösungsfokussierung mangelt es demgegenüber an Wirkung, wenn sie nicht auf die Erzeugung von Lösungen ausgerichtet ist. Für die Wirksamkeit ist sowohl die Erzeugung und Regenerierung von Kooperation wie auch die kooperative Erzeugung von Lösungen notwendig.

Teilnehmerstimmen

Claudio Domenig, Dr. iur., Mediator SDM
Inspirierend, geistreich und wertschätzend von Marco Ronzani begleitet, schenkte mir diese Weiterbildung wertvolle Einsichten, nützliche Instrumente zur Aufmerksamkeits(um)fokussierung und eine Sensibilisierung - bis hin zu Transformation - in eine Lösungs-Haltung.
Guy-Claude Sthioul, lic. rer. pol.
Ich habe im Kurs viel über den lösungsfokussierten Ansatz gelernt. Ich kannte das nicht und es ist eine Bereicherung für mein tägliches Leben. Vor allem die konsequente Anwendung von Marco hat mich beeindruckt und inspiriert. Den Blickwinkel immer auf die Ressource zu richten - super! Im Bereich GfK waren es vor allem die ersten 2 Weekends, die für mich hilfreich waren. Äusserst nützlich waren die Gruppenarbeiten und auch das Wiederholen in den Kleingruppen zwischen den Weekends. Für mich war es sehr gut, in diesem Umfeld zu sein. Es hat mich animiert, mich vermehrt mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Besten Dank dafür.

Renate Jaggi, Lehrerin, Mediatorin SDM-FSM
Ich habe die Ausbildung soeben abgeschlossen und empfehle sie wärmstens weiter: kompetenter, glaubwürdiger, überzeugender Leiter; wirklich angenehmer Kursort. Hier wird Lösungsfokussierung nicht nur gelehrt, sondern überzeugend konsequent vorgelebt Und: "Es ändert sich nicht etwas, sondern nur alles" (Buber).
Bea Ruzicka kommunikation & coaching
Danke für die Theorie zu meinem Leben! Nun weiss ich endlich wie es heisst, was ich in meinem Alltag seit Geburt an tue - lebe. Jetzt, habe ich das Werkzeug, es auch weiter zu geben. Was für ein Geschenk! Danke für die passende Verpackung und den wertvollen Inhalt.
Sandro Strasser, Sozialarbeiter/Sozialpädagoge
Du kannst gar nicht mehr anders -als anders-! Diese Weiterbildung veränderte mich tiefgreifend und nach der Übergabe des Abschlusszertifikates, fühlte ich mich als neuer Mensch mit einer Fülle von Kompetenzen und Möglichkeiten Kommunikation anders zu leben!
Sunahla Nicola Sthioul Marchesi, Beziehungsberatung, Coaching
Ich habe Marco als jemanden erlebt, der die Philosophie der GFK und des ressourcenorientierten, lösungsfokussierten Ansatzes tief verinnerlicht hat. Das Seminar war dadurch durchdrungen von diesem Geist. Egal ob Marco ein Feedback gab oder eine Frage in der Sharingrunde im Plenum beantwortete, oder ob er etwas Theoretisches erläuterte: die Art und Weise wie er alles formulierte war gewaltfrei und ressourcenorientiert. Nochmal herzlichen Dank für alles, für all die berührenden und lehrreichen Momente!
Franziska Gurtner, Physiotherapie/Shiatsu/Ernährung5E
Ich habe viel gelernt über marshall rosenbergs gewaltfreie kommunikation und spannendes gehört über die schule von milwaukee. besonders eindrücklich jedoch haben sich probleme und schwierigkeiten zu herausforderungen gewandelt, hat sich der blick geöffnet für meine sowie die ressourcen der andern und somit den weg geebnet zu möglichen lösungen. und ich bin sehr zuversichtlich, dass dies erst der anfang ist.
Barbara Steuri, Ausbildungsverantwortliche
Diese Weiterbildung war für mich eine echte Bereicherung. Endlich wurden mir auf wundervolle Weise die positiven Aspekte der gewaltfreien und lösungsfokussierten Kommunikation aufgezeigt und beübt. Ich laufe jetzt mit anderen Augen durch die Welt und achte auf meinen Wortschatz! Ich kann diese Weiterbildung nur empfehlen. Nebst dem bereichernden Unterricht wurden wir vorzüglich verwöhnt mit den schönen Lokalitäten und dem feinen Getränkeautomaten. Ich bedanke mich sehr herzlich für diese wunderbare Zeit!
Marlene Saxer, Sozialarbeiterin
Was ich von dem Kurs erwartet habe, weiss ich nicht. Eigentlich hat mich nur das Thema der gewaltfreien, lösungsorientierten Kommunikation interessiert. Erlebt habe ich einen Gruppenleiter (Marco Ranzoni), der sich nicht nur durch fundiertes Fachwissen auszeichnete, sondern auch durch einen gehäuften Löffel voller Humor. Bei den ersten Gruppenarbeiten habe ich die Augen verdreht (was hasse ich doch Gruppenarbeiten). Allerdings musste ich hier dazu lernen, dass eben die Führung eines solchen Kurses nicht frontal unterrichtet werden kann. Die Zusammenarbeit in den Kleingruppen war unglaublich stimulierend und von viel Sorgfalt geprägt. Wie habe ich mich doch wohlgefühlt! Jedes Mal wenn ich mit dem Zug in Basel ankam, freute ich mich auf die zwei Tage. Aber nicht nur der Kurs ist empfehlenswert, die Gastfreundlichkeit von Lothar Riedel ist kaum zu übertreffen. Sein feines Gespür für das Wichtige und die dezente Art aufzutreten machen ein Seminar bei perspektiva zum Genuss.
Christina Schilt-Rutishauser, Supervisorin, Mediatorin
Ich bin glücklich und dankbar, dass ich dieses spezielle Weiterbildungsangebot im Institut perspectiva besuchen und miterleben konnte. Ich beschränke mich hier auf drei Aspekte, die mich nachhaltig berührt haben und die mich in meinem Leben und Lernen weiter begleiten werden. Die Kursleitung hat mir in ihrer Haltung, in ihrem Verhalten und in ihrer persönlichen Leitung und Prozesssteuerung, gewaltfreie und lösungsfokussierte Kommunikation sehr persönlich und eindrücklich vorgelebt und mich die Auswirkungen spüren und erleben lassen. Die grundlegende Auseinandersetzung mit GLK hat mich tief in meinen persönlichen Einstellungen und Verhaltensmustern aufgerüttelt und meine diesbezüglichen Wandlungs- und Entwicklungsfähigkeiten geweckt. Damit ist bei mir ein unwiderruflicher Lernprozess in Gang gekommen. Die Weiterbildung hat es möglich gemacht, mein Lernen sehr konkret im Beziehungsnetz einer Gruppe von engagierten Menschen zu erleben. Die entstandenen, weiterführenden Netzwerkideen erkenne ich als vielversprechende Grundlagen für weitere gemeinsame Lernprozesse, die in neuer Form entstehen werden. Herzlichen Dank an alle!
Zwaantje Margaretha Stoel, Pflegefachfrau
Als ich in diesem Jahr die ersten 3 Tage von dieser Weiterbildung "hinter mir hatte", sagte ich zu meiner Kollegin: "das ist es, hier bleib ich, hier mache ich weiter". Diese Überzeugung hab ich noch immer. Vieles in meinem Leben änderte sich, meine Prinzipien wurden grundsätzlich zurückgeworfen auf meine eigenen Gedanken als ich im Alter von 10, 12 Jahren die "Welt erforschen konnte", so klein und engstirnig die damals für mich auch war und später meinen Eltern immer verkündete: "die Menschen sind im Grunde gut". Verwirrung entstand, wenn ich nach den Seminartagen wieder mit der Härte dieser Welt, speziell der Arbeitswelt konfrontiert wurde: und genau diese Verwirrung bringt mich weiter, denn wenn es keine Verwirrung gibt müsste ich nicht nachdenken über meine und andere Ansichten.
Daniel Bader
Die Weiterbildung hat mir neue Wege der Kommunikation und Selbstverantwortung aufgezeigt. Die erhaltenen Werkzeuge erachte ich als wertvoll und ich wende sie regelmässig im Alltag an. Die beeindruckende Atmosphäre in der Gruppe sowie die authentische und motivierende Kursleitung durch Marco Ronzani haben es mir einfach gemacht, die Komfortzone immer wieder zu verlassen und mich auf die vielfältigen und an Weisheit reichen Prozesse und Fragestellungen einzulassen.
Julianna Balla, Sachbearbeiterin
ich genoss die ausbildung in vollen zügen. praktisch jeden morgen begrüsste uns lothar mit seiner herzlichen und interessierten art. nach einem feinen kaffe begaben wir uns unters dach und lernten, lehrten, übten und tauschten erfahrungen aus. trotz der gruppengrösse harmonierten wir ausserordentlich gut, was mir ermöglichte auf leichte art gelerntes und gehörtes zu verinnerlichen. marco hat mich/uns mit viel humor und einfühlungsvermögen gekonnt verwirrt und geholfen die verwirrung mit nützlichen fragen zu lösen oder noch ein bisschen zu vergrössern. Das leben hält uns viele geschenke bereit und auch wenn es zu beginn nicht so aussieht, nur schwierige aufgaben und verwirrung bringen uns weiter. und jeder ist so wie er ist ein geschenk - an uns alle. DANK

 

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